Narbenbildung und Narbenvermeidung bei Akne

Narbenbildung

By James Heilman (MD) via Wikimedia Commons

Akne gehört zu den am häufigsten vorkommenden Hautkrankheiten. Sie tritt vor allem bei Jugendlichen während der Pubertät auf. Aber auch viele Erwachsene leiden darunter. Häufig ist Akne mit einer Narbenbildung verbunden. Verantwortlich hierfür können unterschiedliche Faktoren sein. Einer Narbenbildung kannst du in vielen Fällen gezielt vorbeugen.

Ursachen für Narbenbildung und Arten von Narben

Die Narbenbildung ist abhängig vom jeweiligen Akne-Typ. In der Regel sind durch Bakterien verursachte Entzündungen in tieferen Hautschichten der Auslöser hierfür. Derartige Entzündungen können auch entstehen, wenn du Pickel mit den Fingern ausdrückst. Ein weiterer Faktor für Narbenbildung ist das Alter des Betreffenden. Während Wunden bei jungen Menschen besser heilen, ist die Haut bei älteren Personen anfälliger für Entzündungen.

Es gibt verschiedene Arten von Narben. Die meist schmerzenden und/oder juckenden, sogenannten hypertrophen Narben sind gerötet, vorgewölbt und von wulstiger Struktur. Die Haut produziert dort, wo sich ein entzündeter Pickel befand, “minderwertiges Gewebe”. Dieses Gewebe hat eine andere Struktur wie das gesunde Gewebe, es liegt höher als das umgebende Hautgewebe.

Die Folge schwerer Akne sind häufig sogenannte atrophe Narben. Das sind eingesunkene, tiefer liegende Narben. In diesen Fällen ist es durch den Pickel zu einem Gewebeverlust gekommen, der nicht wieder neu gebildet bzw. ersetzt wurde.

Aus Akne-Narben können sich sogenannte Keloide entwickeln. Das sind Wucherungen der Narben, die in den meisten Fällen genetisch bedingt sind. Betroffen sind vor allem dunkelhäutige Personen sowie Personen asiatischer Abstammung.

Möglichkeiten zur Narbenvermeidung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du einer Narbenbildung vorbeugen kannst. Grundlage für eine erfolgreiche Narbenvermeidung ist die frühzeitige Behandlung der Akne, um Entzündungen, die dann zur Wundbildung führen, gar nicht erst entstehen zu lassen. Am besten lässt du dich von einem Dermatologen beraten, welche Behandlung für deine Form der Akne die beste ist.

Für eine bestmögliche Abheilung der Akne sollte begleitend zu einer medikamentösen und kosmetischen, eine äußerliche Behandlung erfolgen sowie eine Nahrungsumstellung, das kann einer Narbenbildung vorbeugen. Den Heilungsprozess bei Akne beschleunigen, mit dem Ziel der Narbenvermeidung, kann eine kurzzeitige Bestrahlung mit Rotlicht. Eine tägliche Sitzung mit einer Bestrahlungsdauer von jeweils 10 Minuten ist empfehlenswert.

Für eine erfolgreiche Narbenvermeidung solltest du dazu beitragen, dass die Pickel schneller abheilen. Das kannst du tun, indem du den Heilungsprozess von innen heraus unterstützt, beispielsweise mit Vitamin B5 und Zinkpräparaten. Von Homöopathen werden zur Narbenvermeidung auch häufig die sogenannten Schüssler Salze empfohlen, sowohl einzeln als auch in Kombination.
Der Verzehr verschiedener Wildkräuter kann ebenfalls zur Narbenvermeidung beitragen, indem sie das Blut reinigen und den Heilungsprozess beschleunigen wie beispielsweise die Kieselsäure der Brennnessel.

Förderlich für eine Narbenvermeidung sind auch Dampfbäder mit Kräuterzusätzen wie Kamille oder Schafgarbe. Unmittelbar danach lassen sich sowohl Pickel als auch Mitesser durch sanften Druck mit Kosmetiktüchern entfernen. Vorteilhaft ist auch die regelmäßige Anwendung eines Peelings, die Poren bleiben frei und eine Infektion durch Bakterien wird vermieden.

Was du unbedingt unterlassen solltest, ist das Ausdrücken der Pusteln mit den Fingern, das wäre einer Narbenvermeidung nicht zuträglich und würde dagegen eine Narbenbildung sogar fördern. Pickel sind voller Bakterien, die sich durch Quetschen explosionsartig unter der Haut vermehren, was zu regelrechten Akneschüben führen kann.

Fazit

Akne muss nicht zwangsläufig zu einer Narbenbildung führen. Es gibt zahlreiche wirkungsvolle Mittel und Maßnahmen zur Narbenvermeidung. Bei stärkerer Akne solltest du am besten mit einem Hautarzt abklären, welche Form der Behandlung für dich die erfolgversprechendste ist und was du selbst dafür tun kannst.