Wie entstehen Mitesser?

Mitesser

By M. Sand, D. Sand, C. Thrandorf, V. Paech, P. Altmeyer and F. G. Bechara by Wikimedia Commons

Ein Mitesser entsteht, wenn die Talgdrüsen verstopfen.  Der produzierte Talg kann dann nicht mehr wie gewohnt abfließen, und verstopft die Kanäle zur Hautoberfläche. Sie werden fachsprachlich Komedonen” genannt. Die Mitesser entwickeln eine dunkle Färbung. Diese Färbung entsteht durch einen chemischen Prozess zwischen Sauerstoff und Melanin (körpereigene Farbpigmente in der Haut). Diese dunklen Mitesser nennt man auch “Black Heads”, da die Spitze der Mitesser sich dunkel verfärbt. Mit einer weißen Spitze nennt man die Mitesser “White Heads”.

Dabei sind Komedonen nicht das Ergebnis mangelnder Körperhygiene, sondern entstehen durch andere Faktoren. Ein Grund kann eine überhöhte Talg-Produktion sein, oder aufgrund einer starken Verhornung der oberen Hautschichten. Mitesser können sich entzünden. Sobald ein Mitesser offen ist können sich Bakterien und andere Verschmutzungen in dem offenen Hautkanal ansiedeln. Wenn das geschieht entzündet sich der Mitesser meistens.

Du solltest nie einen Mitesser ausdrücken. Das gilt ebenfalls für Pickel. Beim Versuch die Mitesser und Pickel auszudrücken gelangen die Bakterien und Verunreinigungen nur immer tiefer in den Hautkanal. Dieser wird sich noch mehr entzünden. Aus einem kleinen Mitesser wird so schnell ein großer, roter und blutender Fleck. Es ist dringend davon abzuraten Mitesser und Pickel auszudrücken. Du kannst einen Hautarzt/Dermatologen aufsuchen. Dieser kann sie dir besser und schneller entfernen. Außerdem hat er spezielles Werkzeug dafür, und die entsprechenden Kenntnisse.


Behandlung von Mitessern

Hier findest Du einige Hausmittel gegen Mitesser, welche sich gut bewährt haben. Es gibt jedoch keine Garantie, dass die Mittel jedem gleich gut helfen. Jeder muss selber testen, welches Mittel für ihn/sie geeignet ist.

Teebaumöl gegen Mitesser:

Teebaumöl hilft schon seit langem vielen Menschen bei Komedonen und Pickel. Es hat sich sehr bewährt, und wird immer wieder empfohlen. Teebaumöl wird auf die betroffenen Flächen gerieben.

Teebaumöl

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Du solltest es auf keinen Fall großflächig auftragen, denn es trocknet die Haut aus. Menschen mit sehr trockener Haut sollten auf dieses Mittel verzichten.

Ein Resultat lässt sich meistens schon nach wenigen Tagen begutachten. Um sicher zu gehen kannst Du vorerst nur eine kleine Hautfläche bestreichen, und abwarten ob Du allergisch gegen das Öl bist.

Dampfbäder gegen Mitesser:

Dampfbäder helfen ebenfalls die Mitesser zu bekämpfen. Durch den Dampf werden die Poren geweitet und gereinigt. Zusätzlich kannst Du diverse Kräuter mit in das heiße Wasser geben. Dafür eignen sich unter anderem Kamille, Pfefferminze oder Salbei. Anschließend kannst du mit einem Handtuch über deinem Kopf für ca. 20 Minuten den Dampf einziehen lassen. Danach wartest Du am besten noch ca. 5 Minuten, damit alles gründlich einzieht. Zum Schluss kannst Du dein Gesicht gründlich mit Wasser abwaschen.

Honig gegen Mitesser:

Ein weiteres gutes Hausmittel ist Honig, in diesem Fall für Mitesser im Gesicht. Er wird als Maske genutzt. Als erstes solltest Du dein Gesicht gründlich waschen. Für die Honig-Maske brauchst Du etwas Honig und Weizenmehl (oder Maismehl). Beides wird im Verhältnis 1:1 gemischt, bis sich beide Komponenten gründlich vermischt haben.  Diese Paste wird dann auf das Gesicht, bzw. auf die betroffenen Stellen gestrichen. Dafür eignet sich ein Holzspatel gut. Nach ca. 10 Minuten kannst Du die Paste wieder abwaschen. Die Maske kann mehrmals die Woche aufgetragen werden, um den Effekt zu verstärken.

Grüner Tee gegen Mitesser:

Für dieses Mittel gegen Mitesser brauchst du einen fertig gekochten Teebeutel mit grünem Tee. Der Teebeutel wird anschließend aufgeschnitten, und der Inhalt wird auf die betroffenen Flächen gerieben. Durch das Peeling vom grünen Tee wird die Haut weicher und reiner. Die Poren öffnen sich so leichter, und der Talg kann ungehinderter abfließen. Nach etwa 10 Minuten kannst Du dein Gesicht wieder gründlich abwaschen. Diese Prozedur kannst Du mehrmals in der Woche wiederholen.

Zahnpasta gegen Mitesser:

Immer wieder liest und hört man, dass Zahnpasta gegen Mitesser hilft. Leider ist das nicht bewiesen. Die Zahnpasta trocknet zwar die Haut kurzfristig aus, doch auf Dauer schadet es der Haut und den Mitessern. Ein Mitessers kann anschließend sogar schlimmer aussehen, als vorher. Darum ist vor dem Gebrauch von Zahnpasta gegen Mitesser abzuraten. Hautrötungen und Entzündungen können nach einer solchen Behandlung entstehen oder sich verschlimmern.