Akne neonatorum

Was ist Akne neonatorum?

Akne neonatorum

Von M Glasgow auf Flickr

Akne neonatorum ist die Akneform, welche bei Säuglingen vorkommen kann. Nicht nur pubertierende Teenager und Erwachsene leiden unter Akne, es trifft auch Neugeborene. Es sind mehr Säuglinge betroffen als man denken könnte. Rund 20% aller Neugeborenen bekommen, wenn auch nicht lange, eine Säuglingsakne/Babyakne. Es treten rote Pickel und Mitesser auf, wobei mehr Jungs als Mädchen davon betroffen sind.

Die Akne neonatorum tritt bei Babys meistens zwischen dem 1. Und 3. Lebensmonat auf, wohingegen die Kleinkindakne (Akne infantum) meistens vom 3. Bis 9. Lebensmonat auftritt. Mütter machen sich meistens große Sorgen sobald sie die ersten roten Pickel entdecken. Manchmal werden die Pickel als eine andere Krankheit gedeutet. Ein Besuch beim Kinderarzt ist in jedem Fall wichtig, um z.B. auszuschließen, dass es sich um eine Infektionskrankheit handelt.

Der Grund für die Akne neonatorum ist wie bei allen Akneformen eine Hormonumstellung bzw. ein Hormonschub. Kurz vor der Geburt wird dem Baby durch die Nabelschnur ein Hormonschub zugeführt. Dies geschieht auch während der Geburt. Durch diesen Hormonschub kann es zur Babyakne kommen.

Dieser Hormonschub ist jedoch für das Neugeborene überlebenswichtig, da diese Hormone unter anderem für den Aufbau des Immunsystems verantwortlich sind. Die gleichen Hormone können die Talgdrüsen stimulieren und anregen. Dadurch entsteht die Babyakne. Einziger Trost ist, dass die Babyakne grundsätzlich nur ca. 2-6 Monate anhält.

Die betroffenen Zonen der Akne neonatorum sind überwiegend im Gesicht. Die Wangen sind meistens am stärksten betroffen, aber auch Stirn und Kinn können betroffen sein. In sehr seltenen Fällen bilden sich nicht nur Mitesser, sondern auch Pusteln oder mit Eiter gefüllte Pickel und Bläschen.

Behandlung von Akne neonatorum

Bei der Babyakne gibt es einen großen  Unterschied bei der Behandlung der Symptome. Bei den meisten Akneformen helfen Produkte mit Benzoylperoxid (BPO), Linolsäure, Antibiotika oder anderen Wirkstoffen.  Bei Babys verschlimmert man die Symptome damit nur. Es gibt wohl nichts, dass so empfindlich ist wie die Haut eines Neugeborenen.

Darum gilt:

Keinesfalls das Baby vermehrt eincremen, einsalben oder medikamentös behandeln. Eine sanfte Reinigung mit für Babys geeigneter Seife ist empfehlenswert. Die tägliche und normale Hautpflege mit speziellen Seifen für Babys reicht vollkommen.

Ein Besuch des Kinderarztes sollte als Therapie an vorderster Stelle stehen. Dieser hat ein umfassendes Fachwissen, und kann auf die individuellen Probleme des Babys eingehen. Es sollte unbedingt vermieden werden die Mitesser und Pickel bei betroffenen Babys auszudrücken. Diese Prozedur verschlimmert die Situation nur.