Akne aestivalis

Was ist Akne aestivalis?

Akne aestivalis

Von ralph and jenny auf Flickr

Die Akne aestivalis wird auch Mallorca-Akne oder Sommer-Akne genannt. Sie tritt besonders häufig im Mittelmeerraum auf, und die Betroffenen bekommen sie nach einem intensiven Sonnenbad. Oft liegt es an mangelndem Sonnenschutz, jedoch reicht ein Eincremen mit Sonnenschutz nicht vollkommen aus. Wenn nach dem langen Winter die ersten intensiven Sonnenstrahlen auf die Haut treffen kann diese empfindlich darauf reagieren. Sonnenschutzmittel die sehr fettig sind bieten dabei keinen besonders effektiven Schutz.

Die Haut sollte sich idealerweise an eine Sonneneinstrahlung gewöhnen. Belastet bzw. überstrapaziert man das kann die Akne aestivalis (Mallorca Akne) die Folge sein. Eine weitere wichtige Rolle bei der Akne aestivalis spielen UV-Strahlen. Diese schaffen in der Haut freie Radikale, welche die Eigenschaft haben sich mit anderen Stoffen zu binden/verbinden. Verbinden sich die freien Radikale mit bestimmten Fetten in der Haut kann sich die Zone um die Haarfollikel entzünden, woraus die Sommer-Akne entsteht.

Betroffene Zonen einer Akne aestivalis sind meistens die Arme, Beine und die Brust. In selteneren Fällen kann das Gesicht betroffen sein. Es bilden sich Hautrötungen, Pusteln und Quaddeln. Die betroffenen Stellen jucken oft, was besonders nervt. Betroffen sind oft junge Menschen, insbesondere Frauen. Diese genießen öfters ein Sonnenbad als Männer. Menschen mit einer fettigen Haut sind häufiger betroffen, als Menschenmit einer trockenen Haut.

Lichtdermatosen (Lichterkrankungen)

Zu dem Thema Akne aestivalis gehören auch Lichtdermatosen (Lichterkrankungen). Dabei gibt es 2 Hauptgruppen: Photoallergische Reaktion und Phototoxische Reaktion.

Photoallergische Reaktion:

Hierbei ist nicht die Sonne der alleinige Auslöser, sondern Stoffe die auf/in die Haut gelangen und anschließend mit dem Sonnenlicht reagieren. Die Struktur der betroffenen Substanz verändert sich durch die Sonneneinstrahlung, es entsteht ein sogenanntes Photoallergen. Dieses wird vom Immunsystem als schädlich eingestuft und als Konsequenz angegriffen. Auslöser für Photoallergene sind meistens Medikamente, Pflegeprodukte oder diverse Kosmetika. Wenn Du heraus findest welche Stoffe das sind kannst Du sie meiden, es ist jedoch oft schwer diese Substanzen heraus zu finden.

Phototoxische Reaktion:

Auch bei der Phototoxischen Reaktion ist die Sonneneinstrahlung alleine nicht der Auslöser. Meistens handelt es sich um eine Kombination aus dem Kontakt mit Pflanzen und anschließender Sonneneinstrahlung. Das Immunsystem ist im Gegenteil zur Photoallergischen Reaktion nicht involviert. Bestimmte Inhaltsstoffe von Pflanzen (z.B. Gräser, Wiesenbärenklau und Herkulesstaude) sind der Auslöser. Wenn diese auf/in die Haut gelangen und Sonnenstrahlen auf die betroffenen Hautzonen dringen bilden sich oft juckende Hautrötungen, Pusteln oder Quaddeln. Diese Stoffe nennt man photosensibilisierende Substanzen. Sie kommen nicht nur in Pflanzen vor, sondern auch in Medikamenten.

Behandlung der Akne aestivalis

Eine Lichttherapie kann der Haut schrittweise helfen sich an eine UV-Strahlung zu gewöhnen. Diese Lichttherapie sollte am Besten im Frühling durchgeführt werden, jedoch bevor es sonnenreiche Tage gibt. So kann die Haut sich langsam an das Sonnenlicht gewöhnen. Dein Hautarzt deines Vertrauens kann dich zur Lichttherapie weitergehend beraten. Diesen solltest Du bei allen Hautproblemen zu erst aufsuchen.

Er kann dir wertvolle Tipps geben, und kann gegebenenfalls Medikamente anordnen. Ein Beispiel für ein Medikament ist ein Antihistaminika. Dieses Medikament wird nicht wegen der UV-Strahlung verschrieben, sondern aufgrund von allergischen Reaktionen mit bestimmten Substanzen in der Haut (phototoxische/photoallergische Substanzen).

Der beste Schutz vor einer Akne aestivalis (Sommer-Akne) und vor einer Lichtdermatose ist ein effektiver Schutz vor Sonneneinstrahlung. Sonnenschutzmittel mit möglichst keinem Fettanteil können helfen. Ein weiterer effektiver Schutz ist die Bedeckung der Hautpartien (Arme, Beine und Brust). Diese Methode mag sehr lästig erscheinen wenn die Sonne scheint, ist jedoch am effektivsten. Die Rötungen, Pusteln und Quaddeln werden so entweder komplett gemieden, oder verschwinden nach ihrem Erscheinen allmählich.